Eine Verordnung für alle Europäer

Am 25. Mai 2018 trat die Europäische Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) in Kraft. Rund fünf Jahre arbeiteten Gremien der EU an dieser europaweit gültigen Reform des Datenschutzes.

Bis dahin galt noch die Datenschutzrichtlinie aus dem Jahr 1995 (Datenschutzrichtlinie 95/46/EG), die technologischen Veränderungen der vergangenen Jahrzehnte machten eine Überarbeitung der Datenschutzgesetze jedoch unumgänglich.

Zahl der Bußgelder steigt

Die steigenden Zahlen der Bußgelder zeigen, dass die Einhaltung des Datenschutzes, insbesondere die Vorschriften der DSGVO und des BDSG, bei vielen Organisationen noch gar nicht oder zumindest unzureichend umgesetzt worden ist.

Gab es in den ersten Monaten des Inkrafttretens der DSGVO nur vereinzelt geringe Geldbußen, traf es gegen Ende des Jahres 2019 gleich zwei etablierte deutsche Unternehmen umso härter.

Mit 14,5 Millionen Euro sprach die Berliner Datenschutzbehörde das bislang höchste Bußgeld der deutschen Datenschutzgeschichte gegen eine Wohnungsgesellschaft aus.

Es lohnt sich, einen genauen Blick auf die Website enforcementtracker.com zu werfen. Hier werden weitestgehend alle DSGVO-Verstöße europaweit dokumentiert. Es lässt sich feststellen, dass von April 2018 bis Dezember 2019 insgesamt 168 Verletzungen gegen die DSGVO dokumentiert wurden. Die Höhe der Bußgelder betrug mehr als 420 Millionen Euro.